(teilweise auch fr RMNC/FlexNet geeignet) erstellt von Michael Bloch, DF2VO @ DB0HOM.#SAR.DEU.EU, am 31. Juli 1998 zuletzt berarbeitet am 04.11.1998 (Nachfolger der 'Kurzdoku' vom Silvester 1995) ======================================================================== 'Sysop-help' fr PC/FlexNet-Digipeater Version 3.3 ======================================================================== Index ===== 1. Vorwort 2. Befehlslisten 2.1. USER-Befehle 2.2. SYSOP-Befehle (im Sysop-Modus zustzlich nutzbar) 3. Installation 3.1. Die Installation auf einem PC 3.2. Gleichzeitiger Betrieb von PC/FlexNet und einer Mailbox 3.3. User-Version von PC/FlexNet statt Digipeater 4. Einstellen der Parameter / Konfiguration 4.1. Parametrierung 4.2. Der MODE-Befehl 4.3. Der PARMS-Befehl 4.4. Der LINKS-Befehl (Linkeintrge) 4.5. Eingabe der Texte A, B, C, H, I, L und S 4.6. Sysop-Authentisierung 4.7. Hinweise zum TRACE-Befehl 5. Anhang 5.1. Erklrung der Ausgaben einzelner Befehle 5.2. Listen der bentigten Dateien 5.3. Blockdiagramm einer PC/FlexNet-Station 5.4. Literaturquellen 1. Vorwort ========== Dies ist keine vollstndige Dokumentation, sondern eine Zusammenfassung der fr die Installation ntigen Infos fr Digi-Sysops. Der folgende Text enthlt daher lediglich eine Auflistung aller Befehle und Parameter sowie eine Anleitung zur Installation und Konfiguration. Er enthlt keine allgemeine Beschreibung des FlexNet-Konzeptes, seiner Routing-Verfahren, der Funktionen und Feinheiten. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrcklich auf die Original-Sysop-Dokumentation zu RMNC/FlexNet von Gunter Jost, DK7WJ, verwiesen! Ohne diese knnen die vielfltigen Mglichkeiten von PC/FlexNet nicht optimal genutzt werden. Diese 'Sysop-help' gilt fr die Digi-Versionen V3.3e vom Januar 1996 und V3.3g vom Juli 1998 (beide unter DOS). Bis auf die Installation und die Dateilisten kann sie auch fr RMNC- Digis V3.3h verwendet werden; die Befehlslisten (Kap. 2), die Parame- trierung (Kap. 4) und die Ausgaben (Kap. 5.1.) enthalten auch die von PC/FlexNet abweichenden Angaben fr RMNC/FlexNet. Der Text ist so aufgebaut, da die hufiger zum Nachlesen bentigten Befehlslisten am Anfang stehen, die seltener benutzte Anleitung zur In- stallation und Konfiguration weiter hinten. Die 'Sysop-help' kann entweder vollstndig ausgedruckt (dafr ist das Deckblatt vorgesehen) oder als Textfile auf der Festplatte des Digi-PC's gespeichert werden. Dafr sollte das Deckblatt mit einem Texteditor ent- fernt werden, dann stehen die Befehlslisten beim Aufruf weiter vorne. Damit die Datei ohne spezielle Textverarbeitung gelesen werden kann, enthlt sie auer CR/LF keine Steuerzeichen; vor dem Ausdrucken ist daher ggf. noch eine Formatierung (Seitenumbrche) durchzufhren. Verwendete Symbole und Abkrzungen: [...] - Angaben in [ ] knnen weggelassen werden, sie sind optional. <...> - Angaben in < > mssen angegeben werden, sie sind Platzhalter fr Rufzeichen, Rufzeichenfragment ('Teilcall'), SSID, Port, Text, Anzahl, Kanalnummer usw. " " - Zeichen in " " sind keine Platzhalter; sie mssen direkt in der angegebenen Syntax eingegeben werden. | - das Zeichen '|' bedeutet 'oder' (entweder der Parameter vor oder der Parameter nach dem '|' kann verwendet werden). call - Rufzeichen allgemein (Digi, Mailbox, User,...) teilcall - Rufzeichenfragment / Rufzeichengruppe (z. B. DB0) ssid - secondary station identifier 'SSID' (Wertebereich: 0..15) port - hardwaremige Portnummer (0..15); entspricht den Hardware- kanlen / Kartenadressen beim RMNC n - logische Kanalnummer im Convers num - bertragungsgeschwindigkeit in Bit/s (fr MODE-Befehl) opt - Kanal-/Portoptionen (fr MODE-Befehl) wert - Zahlenwert (fr PARMS-Befehl) 2. Befehlslisten ================ 2.1. USER-Befehle ----------------- Befehlsbersicht fr PC/FlexNet-Digipeater V3.3: ------------------------------------------------ Aktuell Aktuelle Infos abrufen (Aktuell-Text) Beacons Baken-Text abrufen Connect [Opt.] Station connecten; mgliche Optionen: : Weg via benutzen : Weg via mit benutzen : Weg via benutzen (max. 6 dieser Optionen knnen angegeben werden) Connect - zum (User)port mit der SSID wechseln Convers Anzeige aller Conversteilnehmer (mit Kanalnummer) und Benutzer in der Infobox (mit '---'). Nach Abfrage 'channel?' antworten mit: RETURN-Taste -> direkt zurck zum Prompt '=>' oder Kanalnummer -> schaltet zu dem Converskanal Befehle im Conversmodus: /w alle Benutzer in Convers und Infobox anzeigen /w alle Benutzer im Converskanal anzeigen /c die aktuelle Kanalnummer im Convers anzeigen /c zu Kanalnummer im Convers wechseln /s den an den User senden /t Talkmodus an den User starten /t Talkmodus beenden /q Quit, Conversmodus bzw. Talkmodus beenden Destinations Destinations-Tabelle abrufen (Liste Zieldigis); (mit SSID-Bereich und Laufzeit in Zehntelsekunden) Destinations wie D, nur Zieldigis mit Zeichengruppe z. B. selektiert nach Prefix oder Suffix Destinations * wie D, auch nicht schleifenfrei erreichbare Ziele Destinations * Kombination aus "D *" und "D " Destinations Laufzeit und gewhlten Weg zu anzeigen (Kleinschreibung: Digis ohne FlexNet-Routing) Destinations * Laufzeiten ber verschiedene Wege anzeigen Destinations > Laufzeiten auch zwischen einzelnen Digis zeigen Find nach Station suchen (evtl. mehrfach!) Help diesen Hilfe-Text abrufen Info Informations-Text ber diesen Digi abrufen (IO Ausgabe der Ein-/Ausgangszustnde; nur bei RMNC) Links Link-Informationen abrufen Links * wie L, mit Einzellaufzeiten der letzten 16 Tests LOcal Local-Text abrufen (lokaler Connect-Text) Mail die eingestellte (lokale) Mailbox connecten Mail ? das Call der eingestellten Mailbox abfragen MHeard [Optionen] MHeard-Liste abrufen; mgliche Optionen: |: Rufzeichen / Rufzeichengruppe : nur MH auf (0..15) anzeigen : letzte 16..300 Eintrge anzeigen; Default ohne Anzahl = 30 Eintrge "*" : max. Anzahl 300 (alle passenden Eintrge) MYcall Digi-Rufzeichen mit SSID-Bereich anzeigen Parms Parameter anzeigen (die Layer-1/2-Parameter) Parms * wie P, mit Zusatzinformationen (s. u.) Parms [*] wie P oder "P *", nur fr Port Quit Verbindung mit dem Digi beenden Setsearch Suchpfade fr FIND abrufen (Setsearch-Text) STat interne Portstatistik anzeigen (nicht bei RMNC) Talk Talkmodus, den an User senden Talk * den an alle eingeloggten User senden Talk Talkmodus an starten; im Talkmodus sind die gleichen Befehle wie im Conversmodus aktiv Users [Optionen] Userliste anzeigen; mgliche Optionen: "*" : Parameter Maxframe und Frack mit anzeigen "=" : nur QSOs mit dem Digi selbst (Infobox) : nur QSOs auf Port anzeigen : nur User anzeigen Bei den Befehlswrtern gengt die Eingabe der Grobuchstaben. Informationen der zustzlichen Zeile bei "L *" und "P *": (d:544 v:1 t:12d,14h) | | +---------- Laufzeit (uptime) seit dem letzten Start/Reset | +-------------- Software-Revision (kleinere Updates) +-------------------- Anzahl in der Routingliste gespeicherter Ziele (ber FlexNet-Routing erreichbare Destinations) 2.2. SYSOP-Befehle (im Sysop-Modus zustzlich nutzbar) ------------------ CAl [min|0] Calibriersignal der Dauer Minuten senden; Defaultdauer ohne Zeitangabe = 1 Minute; "0" beendet lngeres Calibrate auf Port (IO 0|1 Setzen/Lschen eines Ausgabebits; nur bei RMNC) Kill das QSO aus der Usertabelle lschen Links [Option] Linkpartner auf Port oder via Linkeintrag routen; ggf. mit Option (siehe Kapitel 4.4.) Links - den Linkeintrag lschen Mail Boxcall als (lokale) Mailbox eingeben MYc [ssid1 ssid2] Rufzeichen als Digicall eingeben, ggf. mit SSID-Bereich von bis MOde <[num][opt]> Modus fr den Port einstellen; mgliche Einstellungen siehe Kapitel 4.2. Parms I Parameter Infobox-Timeout einstellen Parms S Parameter SSID auf Port setzen Parms T Parameter TX-Delay auf Port einstellen (RESET Kaltstart: Rcksetzen des Digis auf EPROM- Defaultwerte; nur bei RMNC) (RESTART Warmstart des Digis; nur bei RMNC) SYsop Sysop-Authentisierung/Privilegierung anfordern PW entspricht "SY" ab V3.3g und RMNC/FlexNet V3.3h TRace [Optionen] den Port tracen/monitoren; mgliche Optionen: : nur Rufzeichen tracen "#" : RR/RNR/REJ-Frames unterdrcken "$" : Infoframe-Inhalte (Texte) unterdrcken ">" : nur gesendete Frames anzeigen "<" : nur empfangene Frames anzeigen "*" : auch TX-Delay-Rest und QSO-Nr. anzeigen TRace Trace ohne Portangabe: Tracemodus beenden (Trace wird auch durch Eingabe einer Leerzeile oder eines neuen Befehls beendet) Write Textfiles schreiben (Ende mit /ex oder Ctrl-Z) A Text AKTUELL schreiben B Text BEACON schreiben C Text C(onnect)-TEXT schreiben H Text HELP schreiben I Text INFO schreiben L Text LOCAL schreiben (lokaler C-Text) S Text SETSEARCH schreiben Ausfhrliche Anleitung zur Parametrierung mit Hilfe der Sysop-Befehle sowie Hinweise zu den Befehlen "TRACE", "PW" und "SY" siehe Kapitel 4! 3. Installation =============== 3.1. Die Installation auf einem PC ---------------------------------- Die Installation erfolgt sinnvollerweise in folgender Reihenfolge: 1. Installationsverzeichnis anlegen (z.B. C:\PCFLEX) und die PC/FlexNet- Files hineinkopieren (ggf. nach Entpacken des Archivs). 2. falls Parameter- und Textfiles in einem anderen Verzeichnis (z. B. Subdirectory) stehen sollen, dieses vorher von Hand anlegen und im Batchfile (siehe Beispiel unten) mit der Variablen FLEXNET angeben. Syntax: SET FLEXNET= 3. die einzelnen Module in folgender Reihenfolge laden, am Besten mit LH (LOADHIGH) in den oberen Speicherbereich: a) FLEXNET.EXE (optionaler Parameter: insgesamt benutzte RAM-Gre in kByte; default ohne Angabe = 15 kB). Fr die RAM-Gre reichen 15 kB pro Port/HF-Kanal aus; nur bei einem stark frequentierten Port (z. B. Mailbox) sind bis zu 30 kB sinnvoll. Beispiel fr 7 Ports und 1 Mailbox: 7 * 15 kB + 1 * 30 kB = 135 kB b) die einzelnen Hardware-Kanaltreiber (z. B. SER12.EXE fr 1 Port oder USCC.EXE fr 4 bzw. 8 Ports) ggf. mit Optionen (siehe Hilfe jeweils mit " /?") in der gewnschten Reihenfolge. Achtung: Die Portnummern ergeben sich aufsteigend allein durch die Reihenfolge des Ladens der Kanaltreiber! Sollen Portnummern freigelassen/bersprungen werden, den Dummy- treiber DUMMY.EXE (Parameter: Zahl der freien Ports) laden. c) fr Digipeaterbetrieb den eigentlichen FlexNet-Digi FLEXDIGI.EXE d) zum Abschlu FLEX.EXE zur Aktivierung des Systems. 4. Jetzt knnen (mssen aber nicht) die Parameter fr MODE (s.Kap. 4.2.) und TXDELAY mit dem Utility FSET.EXE voreingestellt werden. Syntax: FSET MODE <[num][opt]> FSET TXD Beispiel: FSET MODE 2 9600d (Port 2 mit 9600 Bit/s vollduplex) FSET TXD 3 12 (Port 3 mit TX-Delay = 120 ms) Diese Werte werden dann bei jedem Neustart unabhngig von der Para- meterdatei FLEXNET.FPR wieder gesetzt. Achtung: Die Parameterdatei wird nur von FLEXDIGI.EXE verwendet. Bei der User-Version (ohne FLEXDIGI incl. Zubehr, s. Kapitel 3.3.) gibt es diese nicht; hier mssen die Einstellungen immer neu mit FSET gesetzt werden. 5. Die Parametrierung bei Flexdigi-Betrieb erfolgt ber eine Applika- tion, z. B. TNC.EXE oder das BayCom-Terminal BCT.EXE: Die gewnschte Applikation starten, damit den Digi connecten (MYCALL des Digis vor der Konfiguration: 'FLXNET') und im automatisch aktiven Sysop-Modus die Konfiguration (siehe Kapitel 4) in beliebiger Reihen- folge vornehmen. 6. Zustzlich sollte bei Digibetrieb ein Sysop-Pawort eingegeben werden (nur einmal ntig), siehe auch Kapitel 4.6.: a) bei PC/FlexNet bis V3.3e ist das Pawort eine 5-stellige 'Geheim- zahl' (0...65535); die Eingabe erfolgt mit dem Utility SYSNUM.EXE. Syntax: SYSNUM [] b) bei PC/FlexNet ab V3.3g ist das Pawort ein max. 80 Zeichen langer String, der alle druckbaren Zeichen auer '"' enthalten darf. Dieser mu in einer gesonderten Pawortdatei abgespeichert werden; die bernahme erfolgt dann mit dem Utility FLEXPASS.EXE. Syntax: FLEXPASS Erfolgt der Aufruf von SYSNUM bzw. FLEXPASS vor dem ersten Start von FLEXDIGI.EXE, so wird die fehlende Parameterdatei FLEXNET.FPR nach Abfrage (j/n) automatisch angelegt. Noch einige Hinweise zur Installation: - Die Parametrierung wird (nur bei Digibetrieb) einschl. dem Sysop- Pawort automatisch in der Parameterdatei FLEXNET.FPR abgespeichert. Diese wird (nur) von FLEXDIGI.EXE ausgewertet und darf nicht editiert werden! Es empfiehlt sich, eine Sicherheitskopie (Backup) anzulegen, z. B. FLEXNET.BAK. Bei fehlerhafter Eingabe einfach FLEXNET.FPR lschen und neu beginnen! - Die Angabe des Parameterverzeichnisses sowie das Laden der Module und der Applikation (obige Schritte 2. bis 5.) erfolgt sinnvollerweise mit einem Batchfile, z. B. PCFLEX.BAT. Hier ein Beispiel dafr: rem Beispiel-Konfiguration fr PC/FlexNet-Digi von DF2VO, 07/98 @ECHO OFF rem Verzeichnis-Pfad fr Konfigurationsdateien angeben SET FLEXNET=C:\PCFLEX\PARA rem ins PC/FlexNet-Verzeichnis wechseln CD \PCFLEX rem FlexNet mit 120 kB RAM-Speicher einrichten LOADHIGH FLEXNET 120 IF ERRORLEVEL 1 GOTO ENDE rem Kanaltreiber fr BayCom-USCC-Karte mit 4 Ports laden LOADHIGH USCC /P=0x300 /I=5 /C=4 /B=40 /T=0 IF ERRORLEVEL 1 GOTO ENDE rem Kanaltreiber fr KISS-Schnittstelle laden (default: COM 1) LOADHIGH KISS IF ERRORLEVEL 1 GOTO ENDE rem Digipeater-Modul laden (nur bei Flexdigi-Betrieb, s. Kapitel 3.3.) LOADHIGH FLEXDIGI IF ERRORLEVEL 1 GOTO ENDE rem FlexNet starten LOADHIGH FLEX IF ERRORLEVEL 1 GOTO ENDE rem Konfiguration vorgeben (bei Flexdigi optional, s. Kapitel 3.1.4.) FSET TX 0 20 FSET TX 1 20 FSET TX 2 12 FSET TX 3 12 FSET MODE 0 1200c FSET MODE 1 1200c FSET MODE 2 9600trz FSET MODE 3 9600trz rem BayCom-Terminal als Vordergrund-Anwendung starten BCT DF2VO-8 :ENDE rem FlexNet aus Speicher entfernen FLEX /U - PC/FlexNet stellt bis zu 15 Ports (P0 bis incl. P14) fr externe Ver- bindungen ber Hardware-Kanaltreiber zur Verfgung. Der sog. interne Port P15 ist die 'SHELL' bzw. 'FlexNet-Applikations- schnittstelle' fr alle Anwendungen, die gleichzeitig mit PC/FlexNet auf dem PC betrieben werden, z. B. Terminalprogramme wie BCT.EXE oder TNC.EXE, Mailboxen, DX-Cluster, TCP/IP-Programme, Netzconvers usw. Dafr ist ggf. ein weiterer Treiber ntig, z. B. der Hostmode-Adapter TFEMU.EXE (siehe Kap. 3.2.) oder der Ethernet-Emulator ETHEREMU.EXE (siehe entsprechende Dokumentationen). - Um bei Netzknoten (mit FLEXDIGI.EXE) speziell bei Remote-Betrieb eine hohe Betriebssicherheit zu gewhrleisten, sollte keine weitere Appli- kation auer BCT.EXE, SERV.EXE oder einer Mailbox geladen sein. 3.2. Gleichzeitiger Betrieb von PC/FlexNet und einer Mailbox ------------------------------------------------------------ Zum gleichzeitigen Betrieb der BayCom-Mailbox und PC/FlexNet auf einem einzigen Rechner wird kein gesonderter Treiber bentigt. Nach dem Starten des FlexNet-Systems mit FLEX.EXE wird die Mailbox ein- fach als Vordergrund-Applikation anstatt des Terminals (z. B. TNC.EXE) gestartet. Soll dagegen ein Programm fr WA8DED-Hostmode/TheFirmware (z. B. GP, SP, DieBox, FBB-Mailbox, DX-Cluster) gleichzeitig mit PC/FlexNet auf einem gemeinsamen Rechner betrieben werden, ist der Hostmode-Treiber TFEMU.EXE (C) HB9JNX notwendig. Nhere Informationen finden sich in der dazugeh- rigen Dokumentation TFEMU.DOC. Hinweise zum gleichzeitigen Betrieb einer Mailbox mit FLEXDIGI.EXE: - Beim Installieren einer Mailbox und PC/FlexNet in der Digi-Version auf einem Rechner wird der RAM-Speicher sehr knapp. Damit die Mailbox berhaupt genug RAM bekommt, mssen alle Programme und Treiber aus der Konfiguration des Rechners entfernt werden, die nicht unbedingt zum Betrieb bentigt werden: z.B. der nationale Tasta- turtreiber, Maustreiber, CD-ROM-Treiber und evtl. die VGA-Grafikkarte, da die Farbgrafik unntig viel RAM belegt. Eine Schwarzwei-Darstellung mit Herkules-Karte braucht deutlich weni- ger Speicher und gengt fr diesen Zweck vollkommen. - Allgemein sollte bei greren Netzknoten (ab etwa fnf Ports) fr den Digipeater ein eigener Rechner (PC mit PC/FlexNet oder RMNC mit RMNC/ FlexNet) verwendet werden. Die Mailbox wird dabei auf einem getrennten Rechner betrieben (z. B. mit PC/FlexNet in der User-Version, siehe Kap. 3.3.) und ber einen (Draht-)link an den Digi angebunden. 3.3. User-Version von PC/FlexNet statt Digipeater ------------------------------------------------- Die meisten Dateien knnen auch fr die User-Version (ohne FLEXDIGI.EXE und Zubehr) verwendet werden; dabei arbeitet PC/FlexNet als univer- seller Modemtreiber fr die Vordergrund-Applikation(en). In der User-Version ist PC/FlexNet selbst nicht connectbar und hat keine Infobox. Die Applikation(en) wird/werden direkt ber die externen Ports angesprochen; die Kupplung ist unsichtbar. Hinweise zur Installation von Applikationen mit PC/FlexNet siehe Kapitel 3.2. Lediglich FLEXDIGI.EXE und die direkt damit zusammenarbeitenden Program- me wie SYSNUM.EXE bzw. FLEXPASS.EXE werden nicht bentigt; von dieser 'Sysop-help' sind dann nur noch dieses Kapitel 3 sowie Teile des MODE- Befehls (Kapitel 4.2.) gltig. Die Einstellungen fr MODE und TXDELAY mssen bei jedem Start mittels FSET.EXE neu gesetzt werden (siehe Kap. 3.1.4. und Beispiel PCFLEX.BAT in Kap. 3.1.). Zustzlich ist in FLEXNET.EXE ab V3.3e ein sog. Multiband-Digipeater integriert, der Digipeating-Betrieb in der Userversion ohne FLEXDIGI er- mglicht. Zur Aktivierung mu ein Digicall mit FSET.EXE gesetzt werden; siehe auch FLEXNET.DOC. Syntax: FSET DIGI . Beispiel: FSET DIGI DF2VO-3. 4. Einstellen der Parameter / Konfiguration =========================================== 4.1. Parametrierung ------------------- Nach der Installation mssen folgende Einstellungen fr Flexdigi-Betrieb vorgenommen werden: a) eigenes Digipeater-Call incl. SSID-Bereich mit dem Befehl MYCALL (siehe Kapitel 2.2.), b) ggf. Call der lokalen Mailbox mit dem Befehl MAIL (s. Kapitel 2.2.), c) Parameter der einzelnen Ports mit den Befehlen MODE (Kapitel 4.2.) und PARMS (TX-Delay, SSIDs und Infobox-Timeout, siehe Kapitel 4.3.), d) Link-Eintrge mit dem Befehl LINKS (siehe Kapitel 4.4.), e) Texte mit dem Befehl WRITE oder einem Editor (siehe Kapitel 4.5.). 4.2. Der MODE-Befehl -------------------- Mit dem MODE-Befehl werden die bertragungsgeschwindigkeiten und die Portoptionen fr jeden Port einzeln eingegeben. Syntax: MODE <[num][opt]> num - bertragungsgeschwindigkeit in Bit/s (gltig bei internem Takt). Die mglichen Einstellungen sind Vielfache von 300 Bit/s; die beiden Nullen knnen weggelassen werden. opt - steht fr die folgenden Portoptionen (pro Port knnen eine oder mehrere Optionen angegeben werden): "a" - Auto-Link (nur Ethernet !) "c" - treiberabhngig: erzwingt CRC bei KISS-Link oder aktiviert Software-DCD (z. B. bei 1200-Bit/s-Modem) "d" - vollduplex-Port "m" - DAMA-Modus aktivieren (Port ist Master) "r" - externer, hardwaremiger Empfangstakt (z. B. fr G3RUH-Modem) "s" - Portsynchronisation (fr mehrere Zugnge auf einer Frequenz: alle Ports mit "s" sind gegeneinander verriegelt); "t" - externer, hardwaremiger Sendetakt (z. B. fr G3RUH-Modem) "u" - Benutzerzugang (berwachung User-TX-Delay-Rest < 100 ms aktiv; Port wird nie DAMA-Slave; bei DAMA-Port Poll-berwachung aktiv) "y" - Auto-Sysop (immer privilegiert ohne Pawort-Eingabe) "z" - NRZ-Kodierung (z. B. fr DF9IC-Modem) "-" - Port ganz abschalten (die Funktion ist treiberabhngig) neu ab FlexNet V3.3g: "p" - vollduplex-Port mit quasi Dauer-PTT (Haltezeit: 1 Min.): spart das TX-Delay bei Folgepaketen und entlastet den Empfnger von Rauschen. Im Modem evtl. Hardware-Watchdog deaktivieren! Beispiele: 1. MO 2 1200cmu (1200-Bit/s-Benutzerzugang mit seriellem BayCom-Modem und DAMA-Modus auf Port 2) 2. MO 3 96dtrz (9600-Bit/s-Vollduplexlink mit FSK-Modem nach DF9IC auf Port 3) 3. MO 4 yc (aktiviert Auto-Sysop und CRC auf dem KISS-Link Port 4) 4. MO 5 - (schaltet den Port 5 ganz ab; funktioniert nicht mit jedem Treiber) Noch einige Hinweise zu den Einstellungen: - Die Angabe der bertragungsgeschwindigkeit ist nur bei internem Takt gltig; bei Modems mit extern erzeugtem Hardwaretakt (Option "r" bzw. "t") ist die Einstellung ohne Wirkung. Sie mu trotzdem korrekt ge- setzt werden, da sie die Hufigkeit der Laufzeitmessungen bestimmt. - Die genaue Wirkung der Optionen ist vom verwendeten Treiber abhngig; gleichlautende Optionen knnen bei verschiedenen Treibern unterschied- liche Bedeutungen haben. Nicht jede Option funktioniert mit jedem Treiber. 4.3. Der PARMS-Befehl --------------------- Der PARMS-Befehl dient zum Einstellen der TX-Delays und SSIDs auf den einzelnen Ports sowie des Infobox-Timeouts. Syntax: PARMS [port] a) Einstellen des TX-Delay auf Port : Syntax: P T Wertebereich: 0...255 [10-msec-Schritte] Beispiel: P T 10 2 (stellt ein TX-Delay = 100 ms auf Port 2 ein) b) Setzen einer SSID auf Port : Syntax: P S Wertebereich: innerhalb des mit MYCALL eingestellten SSID-Bereichs Beispiel: P S 7 3 (setzt die SSID 7 auf den Port 3) Eine gesetzte SSID wird gelscht, indem sie auf den (nicht existie- renden) Port 16 gesetzt wird: P S 16 SSID's haben folgenden Sinn: Nur Ports mit gesetzter SSID knnen von jedem connectet werden, daher ist fr Userports und Anbindungen ohne FlexNet-Routing bzw. -Gateway eine SSID notwendig. Bei Digis mit mehreren Userports bentigt jeder Userport eine eigene SSID, z. B. fr den 70-cm-Zugang '-0' und den 23-cm-Zugang '-2'. Das Auswhlen der Userports erfolgt mit dem Connect-Befehl, z. B. schaltet "C -2" zum Userport mit der SSID 2. Man kann aber auch direkt auf diesem Port connecten mit "C -2". Exklusive Interlink-Ports sollten dagegen keine SSID haben (Ausnahme: Linkpartner ohne FlexNet-Routing oder -Gateway, z. B. reine TheNet/ NetRom-Partner, Mailboxen, DX-Cluster, TCP/IP-Applikationen usw.). c) Einstellen des Infobox-Timeout: Syntax: P I Wertebereich: 60...255 [min] Beispiel: P I 90 (stellt das Infobox-Timeout auf 90 Minuten ein) Das Infobox-Timeout wird in Minuten angegeben, wobei 0 Minuten kein Timeout bedeutet. Empfngt der Digi innerhalb dieser Zeit keine Information vom Benut- zer, disconnectet er die Verbindung. Dies gilt nur fr Verbindungen mit dem Digi selbst ('Infobox') und nicht fr solche ber den Digi. 4.4. Der LINKS-Befehl (Linkeintrge) --------------------- Die Festlegung der Linkpartner erfolgt durch Eintrge mit dem LINKS- Befehl. Dabei knnen auch SSIDs mit angegeben werden. Maximal knnen 20 Links eingetragen werden. Syntax: LINKS [Option] Die Linkoptionen bedeuten im Einzelnen: a) einfache Links ohne Streckentest: "$" - kein Streckentest "#" - kein Streckentest; Linkeintrag unsichtbar fr normale Benutzer; (z. B. zur Anbindung eines Service-Terminals) b) Links mit Streckentest: " " - ohne Option: normaler Streckentest und Weiterleitung/Austausch der Routinginformationen (Standardeintrag) "@" - einfacher Test zur Laufzeitmessung fr Anbindung von Nachbarn ohne FlexNet-Routingprotokoll (z. B. TheNet-Partner, Mailboxen) mit Weiterleitung des Linkpartners "-" - der Linkpartner selbst wird lokal gehalten und nicht weiterge- leitet, die Ziele des dahinterliegenden Subnetzes (Nachbarn) werden jedoch weitergeleitet (z. B. fr Testanbindungen) ">" - der Linkpartner und die Ziele des dahinterliegenden Subnetzes werden nicht weitergeleitet (z. B. fr interne Hausnetze) "!" - der Linkpartner selber wird weitergeleitet, nicht jedoch die Ziele des dahinterliegenden Subnetzes ")" - der Nachbar bildet Subnetz; Linkeintrag unsichtbar fr normale Benutzer (= Kombination aus ">" und "#") Linkpartner ohne Optionen und Linkpartner mit den Optionen "!" und "@" werden, wenn aktiv, in die Destinationstabelle (siehe Kapitel 2.1.) des FlexNet-Routers aufgenommen und an andere Digis weitergemeldet. Beispiele: 1. L 2 db0dig (setzt den FlexNet-Linkpartner DB0DIG auf Port 2) 2. L 6 df2vo-7 # (setzt den unsichtbaren Testlink DF2VO-7 auf Port 6) 3. L 15 db0hom-9 ) (setzt die unsichtbare S&F-SSID '-9' fr die Mailbox DB0HOM auf Port 15) 4. L db0dig db0psc (setzt den Link DB0PSC via den bereits eingetragenen Link DB0DIG) Soll eine Mailbox (o. .) unter dem gleichen Call wie der Digi betrieben werden, bietet FlexNet eine besondere Mglichkeit: Die Mailbox wird innerhalb des SSID-Bereichs des Digis als Link mit SSID und der Option "@" (mit Streckentest) eingetragen. Beispiel: Digicall DB0HOM; SSID-Bereich 0-10; Boxcall DB0HOM-8. Die Box kann von auen (auch vom Userport!) direkt mit "C DB0HOM-8" ohne Angabe 'via DB0HOM' connectet werden. Noch einige Hinweise zu Linkeintrgen unter dem Digicall: - Eine so eingetragene Box taucht nicht als eigenstndige Station im Routing (Destinationstabelle) anderer Digis auf. - Sie kann von auen quasi direkt mit ihrem Call incl. SSID (oder ohne SSID wenn SSID = 0) connectet werden; der Digi braucht nicht mit "via" angegeben zu werden. - Ist die Box (oder der Link) ausgefallen, wird man beim Connect auto- matisch mit der Infobox des Digis verbunden. 4.5. Eingabe der Texte A, B, C, H, I, L und S --------------------------------------------- Beim FlexNet-Digi sind die folgenden 7 Textfiles vom SysOp zu erstellen: A - Aktuell-Text: aktuelle Informationen ber den Digi B - Beacons-Text: Definition der Baken (Texte, Pfade, Zeitabstnde) C - C(onnect)-Text: Begrungstext (Ausgabe beim Connect des Digis) H - Help-Text: Anleitung/Befehlsbersicht fr den Digi I - Info-Text: Informationen ber den Digi (Stationsbeschreibung) L - Local-Text: Lokaler C-Text (Erweiterung des C-Textes; Ausgabe nur bei direktem Connect ohne Zwischendigi) S - Setsearch-Text: Suchpfade (Rufzeichen) fr den FIND-Befehl Bei PC/FlexNet werden diese Textfiles auf Festplatte im FlexNet- oder einem spezifizierten anderen Verzeichnis (siehe Kapitel 3.1.) unter dem jeweiligen Filenamen '.FPR' abgespeichert. Bei RMNC/FlexNet erfolgt die Speicherung natrlich nur im RAM. Die Texte knnen nach Connect des Digis online im Sysop-Modus mit dem Befehl "WRITE " eingegeben werden. Bei PC/FlexNet knnen sie auch mit einem beliebigen Texteditor erstellt und direkt unter dem jeweiligen Filenamen abgespeichert werden. a) Die Textfiles A.FPR, C.FPR, H.FPR, I.FPR und L.FPR: Diese Files knnen beliebigen Text enthalten; es gibt keine speziel- len Vorschriften fr den Aufbau. Allerdings sollte am Anfang jedes Files (auer beim C-Text C.FPR) eine Leerzeile (bzw. ein CarriageReturn) stehen, damit die Texte bei der Ausgabe immer am Anfang einer neuen Zeile beginnen. Fr den Help-Text H.FPR kann die Befehlsbersicht (Kapitel 2.1.) mit einem Texteditor ausgeschnitten und direkt als Help-File verwendet werden (fr PC/FlexNet-Digi die Zeile mit dem IO-Befehl lschen !). b) Das Bakenfile B.FPR: Beim BEACONS-File gelten besondere Vorschriften fr den Aufbau des Textes. Es knnen beliebige Baken auf allen Links programmiert werden. Jeder Bakeneintrag in einem solchen File hat folgende Struktur: [...]]> : # "#" trennt verschiedene Bakeninformationen; ist die Zeit in Minuten zwischen zwei Bakenaussendungen (Wertebereich: 1...255 [min]; 0 bedeutet keine Bake); ist der Port, auf dem die Bake abgestrahlt werden soll; ist das Zielrufzeichen der Bake, hier knnen beliebige Calls stehen, z. B. "BAKE", "RMNC","FLXNET","TEST" oder hnliches; "via" mit "via" knnen bis zu 8 Digipeater angegeben werden, ber die die Bake laufen soll. Beispiel: #10 0 FLEX:Digi Homburg - JN39PJ - Homburg/Hcherberg - R 61 #30 1 FLEX DB0DIG DB0HOM:Interlink DB0HOM-DB0DIG QRV #5 0 FLXNET:Testbake.... Das File besteht im Beispiel aus 3 Baken, die jeweils mit "#" getrennt sind (bake1...#...bake2...#...bake3). - Das Wort "via" in der Digipeaterliste kann ersatzlos entfallen um Speicherplatz oder Tipparbeit (hi) zu sparen. - Zwischen den einzelnen Angaben knnen, wie im Beispiel, auch CRs (CarriageReturns) stehen, um das File besser lesbar zu machen. - Sinnvoll ist, die "#" wie im Beispiel jeweils an den Zeilenanfang zu setzen, damit die Baken alle ein CR am Ende haben. - Gro- und Kleinschreibung spielt bei den Rufzeichen keine Rolle, es kann beides verwendet werden. - Das Absenderrufzeichen einer Bake ist immer das eingestellte MYCALL des Digipeaters mit der niedrigsten SSID. - Ohne Eingabe eines Bakenfiles sendet der PC/FlexNet-Digi berhaupt keine Baken aus. (Im Unterschied dazu sendet ein RMNC/FlexNet-Digi alle 3 Minuten eine Default-Bake auf dem Userport mit SSID 0 aus!) c) Das Setsearchfile S.FPR: Auch beim SETSEARCH-File gelten besondere Vorschriften fr den Aufbau des Textes. Es knnen beliebig viele Suchbefehle abgestrahlt werden. Die Anzahl der via-Digipeater ist auf 7 begrenzt. Die Struktur eines solchen Files ist: [via [ [ []]]] Beispiel einer Setsearchdatei: Suchpfade fr FIND-Befehl DB0HOM DB0HOM-2 DB0DIG via DB0HOM DB0ZDF via DB0ODW In der ersten Zeile steht, da der Suchbefehl ber den eigenen Digi (Userport mit SSID 0) abgestrahlt wird. Die zweite Zeile bewirkt, da der Suchbefehl auch ber den Port mit der SSID -2 (hier zweiter User- port) abgestrahlt wird. Die dritte Zeile zeigt, wie ein Suchpfad zum Nachbardigi DB0DIG ein- getragen wird. Genauso knnen auch zu nicht direkt erreichbaren Digis Suchpfade eingegeben werden; DB0ZDF ist im obigen Beispiel von DB0HOM aus ber den FlexNet-Autorouter zu erreichen. - Das MYCALL des Digis kann einfach mit "-" abgekrzt werden; vor dem Strich mu immer ein Leerzeichen stehen. Dies geht brigens bei allen Befehlen an den Digi. Vor allem beim RMNC, wo die Texte im knappen RAM gespeichert werden, ist das sinn- voll. So bleibt mehr Speicherplatz fr den Aktuell- und Info-Text. Dazu kann auch wie beim Bakenfile das Wort "via" in der Digiliste entfallen. - Soll auf Kanlen mit SSID gesucht werden, sind diese als gesonderte Eintrge anzugeben (wie 'DB0HOM-2' bzw. '-2' in den Beispielen). Beispiel fr die Kurzform: Suchpfade fr FIND-Befehl - -2 DB0DIG - DB0ZDF - Bei Digis mit zwei Einstiegen (z.B. oben DB0HOM und DB0HOM-2) gibt es mit dieser Art der Setsearchliste Probleme mit Stationen, die bereits in der MH-Liste des Digis stehen. In diesem Falle hat bekanntlich das Routing nach MH-Liste Vorrang vor dem Routing nach SSID. Dadurch werden beide Such-Frames auf dem (gleichen) Port ausgesendet, auf dem die Station zuletzt gehrt wurde. Soll jedoch immer auf beiden Ports gesucht werden, um z. B. auch Sta- tionen mit hufigem Portwechsel durch den Suchbefehl zu erfassen, mu zwangsweise auf beiden Ports gesucht werden. Dazu wird einfach die Portnummer wie ein Rufzeichen beim via-Connect mit angegeben. Mit Port 6 fr SSID 0 und Port 4 fr SSID 2 sieht das im Bsp. so aus: 6 - 4 -2 DB0DIG - DB0ZDF - Nun hat auch DB0DIG zwei Einstiege, und auch hier soll auf beiden ge- sucht werden. Der 1k2-Einstieg auf Port 15 (bei einem RMNC-Digi ist P15 keine SHELL, sondern ein normaler Port) hat die SSID 0 und der 9k6-Einstieg auf Port 14 die SSID 7. Da die Reihenfolge der Eingabe bei der Setsearchliste nicht ganz der Reihenfolge der Rufzeichenkette beim via-Connect entspricht, mu man bei der Eingabe genau aufpassen. Die Portnummern werden wie Rufzeichen beim via-Connect behandelt, und als erstes 'Rufzeichen' mu das Ziel, also die Portnummer bei DB0DIG, stehen. Dann der Startdigi, also der eigene Digi, und danach erst der nchste Digi auf dem Weg. Konkretes Beispiel dafr: 6 - 4 -2 15 - DB0DIG 14 - DB0DIG-7 DB0ZDF - Da die Portnummern und der zugehrige Digi so weit auseinandergezogen sind, sieht das Ganze etwas verworren aus, funktioniert aber ufb! d) Die MH-Liste MH.FPR: Die MH-Liste wird nicht von Hand eingegeben, sondern von Flexdigi automatisch alle 10 Minuten in das File MH.FPR geschrieben. Dieses File darf nicht mit einem Texteditor editiert werden! Wenn MH.FPR fehlt, legt der Digi das File selbstttig an; darum braucht sich der Sysop nicht zu kmmern. 4.6. Sysop-Authentisierung -------------------------- Das Umschalten in den Sysop-Modus (Aktivieren der Sysop-Befehle) erfolgt mit dem Befehl "SY"; bei neueren Versionen alternativ auch mit "PW": a) bei PC/FlexNet bis V3.3e und RMNC/FlexNet bis V3.3g: Nach Eingabe von "SY" liefert der Digi eine 5-stellige Zufallszahl. Diese mu mit einer Zahl beantwortet werden, die wie folgt berechnet wird: Die ausgegebene Zahl wird stellenweise mit der Sysop-Geheimzahl (siehe Kapitel 3.1.6.a) multipliziert und anschlieend die Summe der Produkte gebildet. Diese Zahl ist die Antwort. Beispiel: SY liefert die Zufallszahl 24531. Mit der Sysop-Geheimzahl 12345 lautet die Berechnung: 1. Multiplizieren der einzelnen Stellen: 2 4 5 3 1 <- Zufallszahl 1 2 3 4 5 <- Geheimzahl 2*1 = 2; 4*2 = 8; 5*3 = 15; 3*4 = 12; 1*5 = 5 2. Aufsummieren der Produkte: 2 + 8 + 15 + 12 + 5 = 42 <- fertig! 42 ist die Antwort. b) bei PC/FlexNet ab V3.3g und RMNC/FlexNet ab V3.3h: Nach Eingabe von "PW" (alternativ zu "PW" kann weiter "SY" verwendet werden) antwortet der Digi mit fnf zuflligen Zahlen. Diese geben die Positionen der zur Authentisierung einzugebenden Zeichen im Pa- wortstring (siehe Kapitel 3.1.6.b) an. Als Antwort mu eine Zeichenkette gesendet werden, die an beliebiger Position die entsprechenden Zeichen des Pawortstrings enthlt. Dieses Verfahren ist auch von TheNet/NetRom-Digis her bekannt. Beispiel: PW liefert die Ausgabe: DB0HOM> 29 16 3 42 8 Mit dem Pawortstring (hier im Bsp. krzer als 80 Zeichen): lgtB517R6MvapKREGoK8Tpr1CsJo4Pb8c996EBxVhijZWZGPjdB7VoR4p0 | | | | | 3=t 8=R 16=E 29=4 42=i lauten die Zeichen fr die Antwort: 4EtiR Diese knnen zur Verschleierung in einen beliebigen anderen String eingefgt werden, der dann als Antwort gegeben wird, z. B.: ltuzE58vmv4EtiR78nfiv4vGfh ^^^^^ Noch einige Hinweise zur Sysop-Authentisierung: - Um Mitlesern das Ermitteln des Paworts zu erschweren, kann der SY/PW- Befehl mehrfach gesendet werden. Die Antwort mu nur einmal richtig sein (Achtung bei Terminals mit automatischer Pawortfunktion!). - Es erfolgt keine Rckmeldung ber Erfolg oder Mierfolg. Das Testen, ob die Antwort richtig war, kann mit einem harmlosen Sysop-Befehl wie P I (Timeout) oder L (Anzeige auch verdeckter Links) geschehen. - Im Sysop-Modus ist das Infobox-Timeout deaktiviert; ein Sysop kann beliebig lange mit dem Digi verbunden bleiben. - Die Sysop-Berechtigung bleibt bis zu einem Disconnect, Reconnect (link reset) oder einem Connect-Befehl bestehen. - Zur gleichen Zeit knnen mehrere Sysops eingeloggt sein. 4.7. Hinweise zum TRACE-Befehl ------------------------------ Zur gleichen Zeit ist immer nur ein Trace mglich. Ist (oder war) schon eine Applikation (Terminal usw.) ber P15 am gleichen Rechner mit einge- schalteter Monitor- bzw. Trace-Funktion aktiv, so ist der Sysop-Befehl TRACE von PC/FlexNet nicht nutzbar. Dieser wird von der Applikation abgeschaltet, wenn deren eigener Monitor-/Tracemodus aktiv ist. Zu erkennen ist der abgeschaltete TRACE von PC/FlexNet daran, da beim Eingeben von TRACE im Sysop-Modus direkt der Prompt '=>' zurckkommt. Um den FlexNet-Trace wieder freizugeben, mu die Monitor-/Tracefunktion der Applikation abgeschaltet werden. Zum Beispiel beim BayCom-Terminal BCT.EXE mit ":MONITOR OFF" oder ":TRACE OFF", bzw. bei Programmen, die den TFEMU-Treiber nutzen, mit "ESC M N" oder hnlich. Ein in PC/FlexNet abgeschalteter TRACE-Befehl wird nicht automatisch wieder aktiviert, wenn die Applikation mit eingeschaltetem Monitor ent- laden wird und FlexNet weiterluft. Vielmehr mu die Monitorfunktion vor dem Entladen abgeschaltet oder PC/FlexNet neu gestartet werden, damit TRACE von FlexNet wieder freigegeben wird. 5. Anhang ========= 5.1. Erklrung der Ausgaben einzelner Befehle --------------------------------------------- a) Bakentexte beim BEACONS-Befehl (vgl. Kapitel 4.5.): #10 4 FLXNET:Digipeater Homburg QRV auf R61 in JN39PJ | | | | | | | +-- Bakentext | | +-------- Zielcall, z. B. "BAKE", "TEST", "FLXNET",... | +------------ Portnummer, auf der die Bake ausgesendet wird | z. B. hier Port 4 (ein Userport) +--------------- Zeit zwischen den Bakenaussendungen in Minuten b) Laufzeitangaben beim LINKS- bzw. PARMS-Befehl: Die Ziffern sind die Laufzeiten (= Antwortzeiten) in 1/10 sec. 4/5 - zwei Zahlen: Normalfall, der Linkpartner ist ein FlexNet-Digi oder FlexNet-kompatibel. Die erste Zahl ist die vom Digi selbst gemessene Laufzeit (in TX-Richtung), die zweite Zahl die vom Linkpartner gemessene und mitgeteilte (RX-Richtung). (12/9) - zwei Zahlen in Klammern: der Digi kennt z. Zt. einen besseren Weg zum Partner, d. h. der direkte Link wird nicht benutzt. 3 - eine Zahl: der Partner beherrscht nicht das FlexNet-Protokoll (z. B. ein reiner NetRom-Node oder eine Mailbox) oder ein FlexNet-QSO in der Initialisierungsphase (nach einem Start). (95) - eine Zahl in Klammern: der Digi kennt z. Zt. einen besseren Weg zum Partner, d. h. der direkte Link wird nicht benutzt. " " - keine Zahl: es wird kein Test von Link/Laufzeit vorgenommen. --- - drei Striche: der Link steht nicht zur Verfgung, und der Partner ist auch nicht ber anderen Weg erreichbar (defekt ?) (---) - drei Striche in Klammern: der Link steht nicht zur Verfgung, aber der Partner ist ber anderen bekannten Weg erreichbar. c) connectete User beim CONVERS-Befehl: users: 42: DF4IAE 42: DL4VCK 76: DG9TM 76: DL4VCN ---: DF3VI channel? DF4IAE und DL4VCK sind im Conversmodus auf Kanal 42 aktiv; DG9TM und DL4VCN auf Kanal 76. DF3VI ist nicht im Convers, aber in der Infobox des Digis eingeloggt und kann mit dem TALK-Befehl angesprochen werden (z.B. Einladung zum Convers: /T DF3VI Hallo, wir sind auf Kanal 42!). d) Ziele beim DESTINATIONS-Befehl: DB0CZ 0-15 33 DB0DA 0-15 23 DB0DAM 0-7 189 DB0DAR | | | | | +-- Laufzeit in 1/10 sec. (Beispiel: 33 = 3,3 sec.) | +-------- SSID-Bereich des Ziel-Digipeaters +--------------- Call des Ziel-Digipeaters / Mailbox / ... - Ausgabe bei "D ": Ist ein gltiges Zielcall aus der Destinationsliste, so werden die Gesamtlaufzeit zu und die Route ausgegeben. Zur Ermittlung der Route wird ein Paket zum Zielcall geschickt, wobei sich jeder Zwischendigi in den Pfad einfgt. Dabei werden Digipeater mit FlexNet-Routing in Groschrift vermerkt; L2-Digipeater ohne FlexNet-Routing (z. B. TheNet) in Kleinschrift. Die Ausgabe '???' bedeutet, da der Link abgerissen ist und die Route neu ermittelt wird. Ein Connect-Befehl ist dann meistens erfolglos. Beispiel: Bei DB0HOM liefert die Eingabe "D DB0ZDF" diese Ausgabe: *** DB0ZDF (0-12) T=22 *** route: DB0HOM DB0AAC DB0AAI DB0ZDF - Ausgabe bei der Option "D >": Folgt einem gltigen Zielcall ein ">", so werden die Laufzeiten zwi- schen den einzelnen Digis ermittelt und mit ausgegeben. Damit kann herausgefunden werden, wo es genau hakt. Allerdings erzeugt diese Option viel Betrieb auf den Links und sollte daher sparsam eingesetzt werden. Beispiel: Bei DB0HOM liefert die Eingabe "D DB0ZDF >" diese Ausgabe: *** DB0ZDF (0-12) T=22 *** route: DB0HOM (8) DB0AAC DB0ZDF *** route: DB0HOM DB0AAC (3) DB0AAI DB0ZDF *** route: DB0HOM DB0AAC DB0AAI (6) DB0ZDF Die Gesamtlaufzeit ist ungleich der Summe der Einzellaufzeiten, da jede einzelne Linklaufzeit mit einem Gewichtungsfaktor zur Gesamt- laufzeit addiert wird. Dies erlaubt, die Anzahl der einzelnen Links mit in die Beurteilung der Route eingehen zu lassen. - Ausgabe bei der Option "D *": Damit erfolgt zustzlich die Ausgabe der zu den Linkpartnern weiter- gemeldeten Laufzeiten. Eine positive Laufzeit bedeutet, da die Route vom eigenen Digi weg- fhrt und somit als Weg in Frage kommt. Bei mehreren positiven Laufzeiten befindet man sich an einem Verzwei- gungspunkt, und es wird der Weg mit der krzeren Laufzeit gewhlt. Negative Laufzeiten bedeuten, da die Routen zum Ziel 'rckwrts' auf den eigenen Digi gerichtet sind. Und zwar vom Partner aus gesehen mit der bereits gewichteten Laufzeit. Negative Laufzeiten werden den Partnern nicht weitergemeldet. Ist ein versteckter Link mit Internode-QSO eingetragen, so kann er mit diesem Befehl aufgesprt werden. Beispiel: Bei DB0AAC liefert die Eingabe "D DB0ZDF *" diese Ausgabe: *** DB0ZDF (0-12) T=28: DB0AAI 28 DB0GE -50 DB0HOM -38 DB0DAR 37 Das bedeutet, die Route zu DB0ZDF wird ber DB0AAI mit der Laufzeit 28 gewhlt. DB0DAR kennt ebenfalls eine Route zu DB0ZDF, die von DB0AAC wegfhrt. Diese wird aber nicht genommen, da sie mit der Lauf- zeit 37 schlechter ist als die ber DB0AAI. DB0GE wird die Laufzeit zu DB0ZDF mit 50 bewerten; von DB0HOM aus betrgt die Laufzeit 38. In beiden Fllen fhrt der Weg ber DB0AAC. e) Statistik beim PARMS-Befehl: 1. Zeile (nur bei "P *"): r:2 - Anzahl der Restarts seit dem letzten Kaltstart bzw. seit Einschalten der Stromversorgung (nur RMNC !) d:544 - Anzahl gespeicherter Routing-Ziele in Destinationsliste v:1 - Software-Revision (kleine Updates innerhalb Versionsnr.) t:12d,14h - Laufzeit (uptime) seit dem letzten Start bzw. Reset po - Portnummer (entspricht der Kartenadresse beim RMNC) id - Port-SSID: Mit eingetragener SSID kann jede Station auf diesem Port connecten, ansonsten nur eingetragene Linkpartner mit FlexNet-Routing oder -Gateway (siehe Kap. 4.3.b). td - eingestelltes TX-Delay in 10-ms-Einheiten. qso - Anzahl der QSOs, die gerade auf dem Port laufen. QSOs ber den Digi werden doppelt gezhlt, da Hin- und Rckwege getrennt in den Userlisten aufgefhrt sind. usr - Anzahl gehrter Stationen auf diesem Port (seit 3 Minuten). tifr - gesendete Datenpakete (I-Frames) im letzten 10-Min.-Intervall rifr - empfangene Datenpakete (I-Frames) im letzten 10-Min.-Intervall tkby - gesendete Kilobytes im letzten 10-Minuten-Intervall rkby - empfangene Kilobytes im letzten 10-Minuten-Intervall Fehlen diese Angaben und existiert trotzdem ein Linkeintrag, so ist der Port hardwaremig nicht aktiv (bei PC/FlexNet kein Kanaltreiber bzw. bei RMNC/FlexNet keine Kanalrechnerkarte da) qty - Qualitt des Kanals in % (wird alle 10 Minuten aktualisiert): Anzahl der beim ersten Versuch besttigten I-Frames bezogen auf die Anzahl aller gesendeten I-Frames in Prozent. Eine qty von 100% ohne erkennbare Datenbertragung bedeutet, da der Link gerade nicht luft, aber einmal funktioniert hat. Steht alles auf 0, ist zwar der Treiber/die Karte installiert, aber der Link hat nie funktioniert seit dem letzten Start. Spalten 'mode','links','ssids','time': siehe MODE- bzw. LINKS-Befehl! evtl. Zustze bei der 'mode'-Angabe: "---" Port abgeschaltet, aber hardwaremig aktiv (Treiber/Karte da) "+" Kanalrechnerkarte mit 8 MHz Taktfrequenz (nur RMNC !) "!" Kanalrechnerkarte mit 12 MHz Taktfrequenz (nur RMNC !) "#" Kanalrechnerkarte mit 16 MHz Taktfrequenz (nur RMNC !) (sonst:Kanalrechnerkarte mit 4 MHz Taktfrequenz (nur RMNC !)) f) Fehlerstatistik beim STAT-Befehl: 1. Zeile: uptime - Laufzeit seit dem letzten Start bzw. Reset total - fr FlexNet reservierter Speicher (Parameter beim Starten) max - seit dem Start maximal von FlexNet benutzter Speicher in kB used - momentan von FlexNet benutzter Speicher in kB (von 'total') po - Portnummer device - Name des (Hardware-)Kanaltreibers (SHELL ist FLEXNET.EXE) version - Versionsnummer des (Hardware-)Kanaltreibers txframes - Anzahl gesendeter Frames seit dem letzten Start / Reset rxframes - Anzahl empfangener Frames seit dem letzten Start / Reset rerr - receive errors: Anzahl NICHT CRC-bedingter Empfangsfehler (z. B. erzeugt Empfangsrauschen stndig CRC-Fehler) auf HDLC- Ebene. Alle Frames, bei deren Empfang auf HDLC-Ebene etwas schiefgegangen ist, z. B. RX-Overruns. Starkes Auftreten von rerr's ist meist ein Hinweis auf einen zu langsamen Rechner. terr - transmit errors: Anzahl Sendefehler. NICHT: Anzahl fehlerhaft gesendeter Frames! Summe der Frames,bei denen beim Senden ein Fehler aufgetreten ist, so da das Frame mit einem HDLC-Abort abgebrochen werden mute, z. B. TX-Underruns. Auch hufig auftretende terr's deuten auf einen zu langsamen Rechner hin. rberr - receive buffer errors: Anzahl aufgrund von Speicherknappheit im Treiber verworfener Frames. Treten auf, wenn ein Frame auf HDLC-Ebene korrekt empfangen wurde, der Treiber aber keinen Platz hatte, die Daten zu speichern. Sollten auf Funkstrecken selten sein. Beim USCC-Treiber aber bedeuten sie in der Regel, da die Bufferzahl beim Start des Treibers zu klein gewhlt wurde. ioerr - in and output errors: Hier werden alle I/O-Fehler gezhlt. Werden dann angezeigt, wenn die Hardware Probleme macht. Bei intakter Hardware sollte hier selten etwas angezeigt werden. g) Ausgaben beim USERS-Befehl: 1537: S7 U2 P4 : DB0HOM>DL8FQ 947: S3 U1 P6 : DB0HOM>DL4VCN 862: S5 P6 : DB0HOM>DF3VI 1067: S13 U7 P3 : DB0PSC-8>DB0HOM-8 v DB0HOM* 770: S5 P2 : DF3VI>DB0AAC v DB0HOM* <-- DF3VI ist ber DB0HOM | | | | | mit DB0AAC verbunden. | | | | +-- Calls und Digipeaterpfad | | | +------- Portnummer (Hardwarekanal) | | +----------- Anzahl unbesttigter, noch zu sendender Pakete | +--------------- QSO-Zustand ('Layer-2-State', s. u.) +------------------- interne Verwaltungsnummer des QSOs (fr KILL) Die Leerzeile zwischen den QSO-Nummern 947 und 862 steht als Trennung fr die Stationen, die nur mit der Infobox des Digis connected sind (oben, entspricht der Option "=") und Stationen, die ber den Digi weiterverbunden sind (unten). Die QSO-Zustnde (Layer-2-States) bedeuten in Kurzform (zur genauen Erklrung der einzelnen Zustnde sei auf die AX.25 Version 2 Proto- koll-Spezifikation verwiesen): State Bezeichnung 1 Disconnected - keine Verbindung; Ausgangszustand 2 Link Setup - Verbindung wird gerade aufgebaut 3 Frame Reject - Protokollfehler; fhrt zum Abbruch der Verb. 4 Disconnect Request - Verbindung wird gerade getrennt 5 Information Transfer - laufende Verbindung, Datenaustausch 6 REJ Frame sent - Empfangsfehler, Paket nochmals anfordern 7 Waiting Acknowledge - Abfrage, ob Verbindung noch steht Diese States werden ggf. um folgende Werte erhht: 8 Device Busy - die Station ist busy, d. h. sie kann kein Paket mehr empfangen (RNR-Zustand) 16 Remote Device Busy - die Gegenstation (der User) ist busy 24 Both Devices Busy - beide Stationen sind busy Mit diesen Kombinationen sind States bis einschlielich 31 mglich. - erweiterte Ausgaben bei "U *": 1537: S7 U2 F32 M5 P4 : DB0HOM>DL8FQ 947: S3 U1 F82 M1 P6 : DB0HOM>DL4VCN 862: S5 F21 M4 P6 : DB0HOM>DF3VI 1067: S13 U7 ! F41 M6 P3 : DB0PSC-8>DB0HOM-8 v DB0HOM* 770: S5 ! F26 M7 P2 : DF3VI>DB0AAC v DB0HOM* | | | +------------+ | +-- Maxframe : Anzahl der maximal nacheinander | +------------+ gesendeten Daten-Pakete | | | Frack: Wartezeit fr Wiederholungen in 1/10 sec. Der Digi bestimmt | die Zeit, die eine Station durchschnittlich bis zur Bestti- | gung eines Pakets braucht und benutzt diesen Wert selbst als | Wartezeit. +- "!" : Verbindung mit 'Headerkompression' zwischen FlexNet-Partnern: Zwischen zwei FlexNet-Partnern werden Pakete mit komprimier- ten Headern ausgetauscht. Diese enthalten nur noch die Calls der Partner auf dem Link sowie die Verwaltungsnummern der QSOs, um bertragungs- und Rechenzeit zu sparen. Bei einem DAMA-Einstieg steht an Stelle des Frack-Wertes ein 'Level'. Stationen mit Level 12 (max.) werden in jeder Runde gepollt. Je nied- riger der Level, desto seltener wird bei der Station nachgefragt, ob Infodaten vorliegen. Der hchste Level wird wieder erreicht, wenn Datentransfer stattgefunden hat. Connectet eine Station den Digi mehrfach, so wird die Sendezeit pro Connect reduziert. 5.2. Listen der bentigten Dateien ---------------------------------- Diese Listen sind Zusammenstellungen von Programmen mehrerer Autoren einschl. der Systemdateien von Flexdigi. Sie sind wegen stndiger Neuentwicklungen von Treibern usw. nicht voll- stndig; einzelne Programme knnen von neueren Versionen ersetzt sein, von manchen gibt es mehrere Versionen. Die Programme von vor Mrz 1997 sind meist nur fr MS-DOS geeignet. Daher sollen die Listen nur einen berblick geben, welche Dateien zum Betrieb unbedingt erforderlich sind und welche zustzlich verfgbar. Eine aktuelle Dateiliste fr die User-Version (ohne FLEXDIGI.EXE und Zu- behr) ist im Internet unter Adresse 'http://db0ais.ampr.org' abrufbar. Zu den meisten Programmen geben die Autoren Informationen in einer .DOC- Datei (in deutsch, englisch oder machmal auch franzsisch); diese wird gewhnlich zusammen mit dem Programm in einem Archiv (meist LZH) gepackt geliefert. Eine Kurzhilfe bzw. Parameterbersicht zu einem bestimmten Programm er- hlt man in der Regel mit dem Aufruf " /?". a) bentigte Basis-Dateien unter MS-DOS: FLEXNET.EXE FlexNet-Kernel (zentrales PC/FlexNet-Modul) FLEXDIGI.EXE PC/FlexNet-Digipeater, nur fr Netzknoten mit Infobox FLEX.EXE Start- und Entladeprogramm fr PC/FlexNet SYSNUM.EXE Setzen des Paworts (bis Flexdigi V3.3e) FLEXPASS.EXE Setzen des Paworts (ab Flexdigi V3.3g) FSET.EXE Setzen von Parametern von der Kommandozeile aus CALIB.EXE Kanle zwecks Abgleich auf (quasi) Dauersendung schalten STAT.EXE Anzeigen der Treiberstatistik Dazu sind minimal ein Hardware-Kanaltreiber und eine Applikation (ggf. mit TFEMU.EXE, s. Kap. 3) fr die Bedienung/Konfiguration vor Ort ntig. Version fr Windows95 (ab PC/FlexNet V3.3g): FLEX95.LZH Archiv mit FlexNet-Controlcenter und zugehrigen Dateien FLEX95IP.LZH Archiv mit VXD-Treibern zur Vorspielung einer Netzwerk- karte fr Windows95 b) fr Flexdigi-Betrieb: vom Sysop zu erstellende sowie automatisch von FLEXDIGI.EXE erzeugte Systemdateien *.FPR (s. Kapitel 3.1. und 4.5.): A.FPR Aktuelles-Text (Aktuelle Infos) B.FPR Bakentexte (mit Pfaden und Zeitabstnden) C.FPR Connecttext (Begrungstext beim Connect) H.FPR Hilfetext (Anleitung/Befehlsbersicht) I.FPR Infotext (Stationsbeschreibung) L.FPR Lokaler Connecttext (zustzlich, nur bei direktem Connect) S.FPR Suchpfade fr den FIND-Befehl FLEXNET.FPR Parameterdatei (automatisch erzeugt, nicht editieren!) MH.FPR Mheard-Liste (automatisch erzeugt, nicht editieren!) c) Hardware-Kanaltreiber incl. Treiber fr softwaremig erzeugte Ports (laden vor dem Start von FlexNet mit FLEX.EXE, siehe Kap 3.1.): SER12.EXE serielles BayCom-Modem 1200 Bit/s AFSK an COM-Port; Vers. 1.2b, 1.4, 1.5a und 1.6 fr unterschiedliche Ausfhrungen des COM-Port --> testen! PAR96.EXE paralleles BayCom-Modem 9600 Bit/s FSK an LPT-Schnittst. USCC.EXE alle BayCom-USCC- und DigiSCC-Karten (2, 4 oder 8 Kanle) XSCC.EXE alle SCC-Karten (mindestens alle BayCom-USCC- und DigiSCC- sowie PA0HZP-OptoSCC-Karten; noch im Beta-Test) DUMMY.EXE Lckenfller (inaktive Hardwarekanle) LPBCK.EXE reservierter Port fr internen Selbstconnect PIF.EXE Verbindung zweier Rechner ber LPT-Ports VANESSA.EXE Sepran/Vanessa-Karten-Treiber incl. EPROM-Update KISS.EXE nur fr Rechnerkopplung, nicht fr TNC-Ansteuerung geeignet mit 16550-Untersttzung, optional RMNC-CRC 6PACK.EXE 6PACK-Protokoll fr TNC-Ansteuerung 6PACK.BIN TNC2-EPROM dazu IPXPD.EXE IPX ber Packet-Treiber (Ethernet) IPXN.EXE IPX auf NOVELL(R)-IPX-Shell IPPD.EXE AXIP ber Packet-Treiber (Ethernet) IPPDCFG.EXE Konfigurationsprogramm dazu (FlexNet aktiv) ETHER.EXE Ethernet-Multicast-Kopplung wie von G8BPQ als Ethernet- Standard vorgeschlagen ETHER32.EXE Ethernet Win32 Socket-Protokolle W95 ETHER32.DLL Datei dazu ETH32CFG.EXE Konfigurationsprogramm dazu (FlexNet aktiv) PSADRVR.EXE AFSK/FSK-Modem mit DSP-Soundblaster: - Echo Corp. Personal Sound System - Cardinal DSP16 - Orchid Soundwave 32 - Wearness Beethoven DSK.EXE DSP TMC320C2x : Texas Instruments DSP Starters Kit fr 1k2 AFSK und 9k6 FSK DSK50.EXE DSP TMS320C5x : Texas Instruments DSP Starters Kit fr 1k2 AFSK und 9k6 FSK DG1SCR.EXE DG1SCR-DSP-Board AFSK/FSK EZKIT.EXE Analog Devices EZKIT Lite DSP Board WSS.EXE AFSK mit Windows Sound System WSS_9K6.EXE FSK mit Windows Sound System SB*.EXE FSK/AFSK mit allen Soundblastern, Testvers., problematisch SM*.EXE Soundcard Modem, Dateiserie fr 1k2 und 9k6 YAMSER.EXE FSK 9k6 YAM-Modem via COM-Schnittstelle YAMSMD.EXE FSK 9k6 YAM-Modem via COM-Schnittstelle, SMD-Version FEVM56K.EXE DSP 56002 Evaluation Module Motorola 1k2 AFSK FSK1200.CLD Datei dazu d) Hilfsprogramme und Applikationen (laden nach dem Start von FlexNet): SHOW.EXE Monitorprogramm mit Anzeige von PTT und DCD fr alle Kanle KILLAPPL.EXE Selektives Entladen von FlexNet-TSR-Applikationen TNC.EXE sehr primitive TNC-Emulation SERV.EXE komplette PC-Fernsteuerung fr unbemannt laufende Stationen TFEMU.EXE DRSI/Hostmodetreiber fr Hostmode-Programme, z. B. DieBox, FBB-Box, DX-Cluster, GP, SP, TSTHOST, TOP usw. TFETERM.EXE Einfachst-Terminal fr Hostmode-EMU (TFEMU) TFESER.EXE Zugriff auf TFEMU via serielle Schnittstelle ETHEREMU.EXE Emulation einer PKT-Schnittstelle fr TCP/IP-Anwendungen, Ethernet-Emulator mit Konfigurationsprogramm EEMUCFG.EXE AXPDDRVR.EXE AX.25 Packet-Driver Emulator mit AXPDSTAT.EXE Testprogr. SNDDIAG.EXE Diagnose-Utility fr Soundblaster und WSS-Treiber CONVERSD.EXE Pingpong-Convers PACSRV.EXE PACSAT-Broadcast BCT.EXE BayCom-Terminal (Testversion mit FlexNet-Schnittstelle) BCM.EXE BayCom-Mailbox (BBS) DVMS.EXE Sprachmailbox MONIPCF.EXE Programm zum Monitoren und Loggen von Packet-Verkehr DIGIMON.EXE Hilfsprogramm zur automatischen Linkberwachung unter Win95 MCUT.EXE Terminal/PBBS-Programm fr User PCFLOG.EXE Lochbuchfhrung 5.3. Blockdiagramm einer PC/FlexNet-Station ------------------------------------------- Das folgende Bild zeigt eine beispielhafte Zusammenfassung mehrerer Mg- lichkeiten; es enthlt nicht alle verfgbaren Applikationen. Auch ist es nicht mglich, alles Gezeigte gleichzeitig zu betreiben. Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ GP FBB Commercial *NOS Applications TCP/IP TCP/IP Terminal Mailbox Program Programs Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ FlexNet WA8DED Ethernet PD AX 25 PD BayCom- BayCom- Applications Emulator Emulator Emulator Terminal Mailbox TFEMU.EXE ETHEREMU.EXE AXPDDRVR.EXE BCT.EXE BCM.EXE Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ Starter &Ĵ Kernel Ĵ Digipeater- FLEXPASS.EXE unloader module Ĵ *.FPR FLEX.EXE Ĵ FLEXNET.EXE Ŀ FLEXDIGI.EXE (SYSNUM.EXE) Ŀ Ŀ Parameter Controlcenter -setter Ĵfor Windows95 FSET.EXE FLEXCTL.EXE Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ ٳĿ ٳĿ ĿĿĿĿĿ BayCom BayCom BayCom TNC2 Soundcard USCC PICPAR9k6 1k2 WSS.EXE/SM.EXE USCC.EXEPAR96.EXESER12.EXE6PACK.EXE SBLAST.EXE (Hardware) ٳٳٳٳ L1 Drivers Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ Ŀ PA0HZP Wirelink AXIP Winsock Configura- OptoSCC PIF.EXE/ Windows95 Ĵ tion prog. XSCC.EXE KISS.EXE IPPD.EXE Ether32.EXE ETH32CFG.EXE Ŀ Packet Driver 5.4. Literaturquellen --------------------- Zum Erstellen dieser 'Sysop-help' wurden folgende Vorlagen verwendet: 1. Sysop-Dokumentation zu RMNC/FlexNet V3.1a von Gunter Jost, DK7WJ, 01.05.1992 2. Dokumentationen (FLEXNET.DOC und FLEXDIGI.DOC) zu PC/FlexNet V3.3e (18.01.1996) und V3.3g (01.07.1998) von Gunter Jost, DK7WJ 3. Dokumentation zum FlexNet-TNC 'FTNC' V0.6I von Fred Baumgarten, DC6IQ, 12.03.1995 4. User-Dokumentation zu PC/FlexNet V3.3c von Gerd Puschmann, DG2GGP, Dirk Rapp, DL2GRD, und Patrick Sesseler, DF3VI, 04.06.1995 5. Optimierte Setsearch-Liste: Tips zur Konfiguration von FlexNet-Digis von Wolfgang Kippels, DK4EK, 04.08.1996 6. Persnliche Mitteilungen, Anregungen und Tips (korrekturgelesen) von Wim Hoek, PA3AKK, April-Juli 1998 7. Anleitung zu RMNC/FlexNet V3.3h von Jrg Zastrau, DL1BKU, 05.04.1998 8. Erluterungen zur Fehlerstatistik (ST-Befehl) bei PC/FlexNet von Matthias Welwarsky, DG2FEF, Juli 1997 Ein besonderer Dank auch fr die vielen Tips geht an die Korrekturleser George Nashan, DL4VCN, und Jrg Zastrau, DL1BKU. ===ENDE===